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SUMMARY:Klaus Hofmann (Göttingen) Bachs Parodieverfahren: Einblicke in Bachs Schaffensweise
DESCRIPTION:Wer sich näher mit Bachs Vokalmusik befasst, etwa mit dem Weihn
 achtsoratorium oder der H-Moll-Messe, stößt früher oder später auf den Begr
 iff „Parodie“. Der Terminus bezeichnet im wissenschaftlichen Sprachgebrauch
  − abweichend von der geläufigen pejorativen Bedeutung − eine bestimmte Art
  der Nachahmung eines Originals und bedeutet speziell bei Bach: die Umtexti
 erung einer Vokalkomposition zum Zwecke anderweitiger Neuverwendung. Das Ve
 rfahren, das bei Bach breiten Raum einnimmt und bis heute nicht selten Befr
 emden auslöst, ist aus zeitgenössischer Sicht künstlerisch durchaus legitim
 . Hauptzeuge ist G. E. Scheibel, der in einem 1721 gedruckten Traktat ausdr
 ücklich für die Parodierung von Opernarien zur Gewinnung von Kirchenmusik p
 lädiert.\n\nBei Bach unterscheidet man zwei Formen, die „dichterische“ und 
 die „kompositorische“ Parodie. Bei der dichterischen Parodie wird ein neuer
  Text nach dem Muster der Vorlage gedichtet und der Musik unterlegt. Bei de
 r kompositorischen Parodie verbindet Bach einen bereits existierenden Text 
 mit einer bereits vorhandenen Komposition. Beide Verfahren sind mit Eingrif
 fen in die Musik verbunden. Oft geht Bach dabei weit über das handwerklich 
 unmittelbar Erforderliche hinaus und tritt in einen Prozess kompositorische
 r Vervollkommnung ein, der im Ergebnis einer Neuschöpfung gleichkommt.\n\nS
 emesterprogramm FS 2017 Bern — 20.02.2017 PDF 412,5KB
LOCATION:Hörsaal 002, Institut für Musikwissenschaft, Hallerstr. 12, 3012 Bern
DTSTAMP:20190405T082842Z
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