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SUMMARY:Weiblicher Gesang in der Umbruchszeit des 13. Jahrhunderts
DESCRIPTION:Johannes Luther\n\nEine Koproduktion von ZHdK, Master Performan
 ce, Institute for MusicResearch und SMG, Sektion ZürichWie wurde «weiblich»
  konnotierter Gesang im Europa des 13. Jahrhunderts in verschiedenen Kontex
 ten wahrgenommen, gedeutet und normiert? Unter «weiblichem» Gesang wurden n
 icht nur ausdrücklich Frauen und Mädchen zugeschriebene Gesangsstimmen vers
 tanden, sondern auch hohe Gesangsstimmen, die von typisch «männlichem» Gesa
 ng unterschieden wurden. Weiblicher Gesang fand in den schriftlichen Quelle
 n des Mittelalters häufigen Niederschlag. In diesem Vortrag wird diese unmi
 ttelbare Form der Musikausübung mit geschichtswissenschaftlichem Blick bele
 uchtet. Die Kommentierung, Bewertung und Regulierung von weiblichem Gesang 
 wird durch die Analyse des verwendeten Klangvokabulars ergründet. Durch die
  Einbettung des Gesangs in drei miteinander verbundene Kontexte – einen kir
 chlich-liturgischen, einen städtisch-zeremoniellen und einen höfisch-erzieh
 erischen – ergeben sich verschiedene Deutungszusammenhänge. Die Beschäftigu
 ng mit weiblichem Gesang ermöglicht es, das 13. Jahrhundert als politische,
  gesellschaftliche und kulturelle Umbruchszeit vom Hoch- zum Spätmittelalte
 r aus einer klang- und geschlechtergeschichtlichen Perspektive zu verstehen
 .Johannes Luther studierte Geschichte und Deutsche Sprach- und Literaturwis
 senschaft und promovierte 2021 an der Universität Zürich zu «Bischöfliche G
 ruppenbildungen und Vernetzungen im burgundischen Raum, 1032-1156». Seit 20
 21 ist er Oberassistent am Historischen Seminar der Uni Zürich. Daneben ist
  er seit 2025 Redaktionsmitglied der Schweizerischen Zeitschrift für Geschi
 chte (SZG). Zurzeit habilitiert er sich mit dem Projekt «Die Wahrnehmung, D
 eutung und Normierung von weiblichem Gesang im 13. Jahrhundert in historisc
 her Perspektive» und setzt sich im internationalen Lehrprojekt «DenkHaltung
  DH» mit dem kritischen Einsatz von Methoden der Digital Humanities in den 
 Geschichtswissenschaften auseinander.
LOCATION:ZhDK, Toni-Areal, Hörsaal 5.T09, Ebene 5
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