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SUMMARY:Vortrag: Don Quixotes Heimweh. Wilhelm Kienzl und das Ende des langen 19. Jahrhunderts
DESCRIPTION:Sebastian Bolz (München)\n\nIm Musiktheater des österreichische
 n Komponisten Wilhelm Kienzl (1857–1941) spielt intradiegetische Musik eine
  zentrale Rolle: In Der Evangelimann (1894), Don Quixote (1897) und Der Kuh
 reigen (1911) wird innerhalb der Bühnenhandlung ge-sungen und gespielt. Die
 se Musizierszenen reflektieren nicht nur auf unterschiedliche Weise die Mög
 lichkeiten der Gemeinschaft; sie sind zugleich Stationen einer musikgeschic
 htlichen Verlusterzählung, die um die Denkfigur des Heimwehs kreist. Ihr He
 imatbegriff ist dann kein geographischer, sondern ein historisch-ästhetisch
 er. Gleichwohl sind die Mittel dieser Verklärung spezifisch moderne: Kienzl
 s musikhistorische Parteinahme und seine Auffassung der romantischen Oper, 
 die nicht auf die kompositorische Arbeit beschränkt blieb, stehen im Widers
 pruch zur Wahl ihrer Mittel, ästhetische Konflikte innerhalb der Musik ausz
 utragen und so reflexiv zu komponieren. Kienzls Opern sind damit jener Dial
 ektik der vermeintlichen Abwendung von der Moderne ausgesetzt, welche ihre 
 historischen Bezugspunkte referieren muss, um sich von ihnen absetzen zu kö
 nnen. Sie stehen so in Opposition zu Narrativen eines epigonalen Musiktheat
 ers der Jahrhundertwende. Vor dem Vortrag findet die Hauptversammlung der S
 ektion Bern statt. Beginn um 17.45 Uhr.\n\nZoomlink zur Hauptversammlung un
 d zum Vortrag:\n\nhttps://unibe-ch.zoom.us/j/64701541134?pwd=VGFlYXBIdkxpT2
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