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SUMMARY:Benedetta Zucconi (Mainz) Wie haben wir gelernt, an die Tonaufnahme zu denken? Der phonographische Diskurs nach der Berner Übereinkunft (1886)
DESCRIPTION:Die Menschen sind heutzutage an das Wesen der Tonaufnahme gewoh
 nt. Musik jederzeit bei sich zu haben und sie als einen Gegenstand zu betra
 chten, scheint uns selbstverständlich. Aber wie hat sich die Ontologie der 
 Tonaufnahme seit ihrer Erfindung in 1877 entwickelt? Welcher Wortschatz wur
 de an ihr befestigt und welche Aufgaben waren für sie vorgesehen? In diesem
  Vortrag wird die Geschichte des phonographischen Diskurses durchleuchtet b
 esonders in Anbetracht der Entwicklung des Urheberrechts für Werke der Kuns
 t seit Ende des 19. Jahrhunderts – eine Entwicklung, die durch die Verbreit
 ung des Rundfunks zusätzlich beschleunigt wurde. Themen wie der Wert einer 
 Tonaufnahme, die Komplexität ihrer Produktion, sowie die Rolle und der Stat
 us der Interpreten wurden zunächst zwischen Juristen und erst später zwisch
 en Musikern und Musikwissenschaftlern diskutiert. Als Beispiel wird der Fal
 l des faschistischen Italiens diskutiert, in welchem die internationale Dis
 kussion über das phonographische Urheberrecht eine besonders wichtige Rolle
  spielte.\n\nSemesterprogramm FS 2017 Bern — 20.02.2017 PDF 412,5KB
LOCATION:Hörsaal 002, Institut für Musikwissenschaft, Hallerstr. 12, 3012 Bern
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