Wir über uns

Geschichte

Die Schweizerische Musikforschende Gesellschaft (SMG) geht zurück auf eine 1899 gegründete Schweizer Landessektion der im gleichen Jahr entstandenen Internationalen Musikgesellschaft. Nach Auflösung der I.M.G. während des Ersten Weltkrieges machte sich die Schweizer Sektion 1915 als Neue Schweizerische Musikgesellschaft selbständig. Den Namen Schweizerische Musikforschende Gesellschaft (SMG) gab sich die Landesorganisation 1934.

 

Gegenwart

Heute umfasst die Gesellschaft sieben Sektionen (Basel, Bern, Luzern, St. Gallen-Zürich, Suisse Romande, Svizzera Italiana, Zürich) mit insgesamt rund 600 Mitgliedern. Die Mitgliedschaft wird durch Einschreiben bei einer der sieben Sektionen erworben und steht allen Musikinteressierten offen. In Einzelfällen ist auch eine Direktmitgliedschaft möglich.

 

Ziele

Die Schweizerische Musikforschende Gesellschaft pflegt und fördert alle Bestrebungen, die im Interesse der Musikforschung, insbesondere der schweizerischen, liegen. Sie dient als Forum für wissenschaftliche Kontakte und den Austausch von Erfahrungen, Ideen und neuen Forschungsergebnissen, die sie auch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt macht. Zu ihren Aufgaben gehören die Herausgabe von Publikationen, in denen die schweizerische Musikwissenschaft besonders zu Wort kommen soll, die Zusammenarbeit mit anderen ähnlich gerichteten Vereinigungen des In- und Auslandes sowie die Organisation von Vorträgen, Tagungen und Kongressen. Im Zentralvorstand (und zum Teil auch in den Sektionen) sind alle universitären musikwissenschaftlichen Institute der Schweiz vertreten. Die Öffentlichkeitsarbeit wird in erster Linie von den Sektionen getragen, die den Zusammenschluss aller musikinteressierten Kreise – Musikwissenschaftler/innen, Musiker/innen und Musikfreunde – im regionalen Rahmen ermöglichen. Sie pflegen Kontakte zu anderen Kulturorganisationen der Region, unterstützen bedeutungsvolle regionale Musikprojekte durch wissenschaftliche Begleitung und vermitteln durch Vorträge, Konzerteinführungen etc. auch Musikliebhabern ein vertieftes Verständnis der faszinierenden Welt der Musik.

 

Publikationen

Die Schweizer Musikforschung, die Musikforschung in und über die Schweiz, kommt in den Publikationen der SMG zu Wort. Die neuesten Erkenntnisse in Form von Einzelaufsätzen, die auch thematisch gebündelt sein können, erscheinen jährlich im Schweizer Jahrbuch für Musikwissenschaft, dessen Neue Folge seit 1981 publiziert wird (als Fortsetzung der von 1924–1938 erschienenen sieben Bände). Es enthält jeweils auch die Tätigkeitsberichte der Sektionen.
Grössere Studien, Festschriften und Kongressberichte werden in der Serie II der Publikationen der Schweizerischen Musikforschenden Gesellschaft herausgegeben.

 

Internationale Beziehungen

Unter dem Dach der SMG ist die Arbeitsstelle Schweiz des RISM (Répertoire International des Sources Musicales), die sich als eigener Verein konstituiert, tätig. In Zusammenarbeit mit der RISM-Zentralredaktion in Frankfurt a. M. werden hier Schweizer Musikhandschriften und Drucke inventarisiert und über CD-ROM bzw. Internet weltweit zugänglich gemacht. Einen besonderen Stellenwert nimmt dabei das «Repertorium Schweizer Komponisten des 19. Jahrhunderts» ein, das eine wesentliche Lücke im Bereich der Musikdokumentation schliessen soll.

Ebenso wichtig ist die weltweite Vernetzung bezüglich des Musikschrifttums: Innerhalb des RILM (Répertoire International de Littérature Musicale) werden Aufsätze und Monographien, die in der Schweiz publiziert worden sind, aufgearbeitet und in die internationale Datenbank eingegeben.

Sehr eng sind auch die Beziehungen zur internationalen Musikforschung innerhalb der International Musicological Society (IMS), deren 18. internationaler Kongress im Juli 2007 in Zürich stattfand.

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